3D-Drucker-Kaufberatung 2019

Die besten Drucker für Einsteiger und Fortgeschrittene

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Additive Fertigung, auch 3D-Druck genannt, ist wohl eine der innovativsten und interessantesten Technologien, die in den letzten Jahrzehnten aufgekommen ist. Sowohl Privatleuten als auch Geschäftsunternehmen eröffnen 3D-Drucker ungeahnte Möglichkeiten. Wenn auch Sie für den Kauf eines 3D-Druckers interessieren, sind Sie hier genau richtig! Unser Artikel informiert Sie nicht nur über die Möglichkeiten, die diese Technologie bietet, sondern hilft Ihnen auch bei der Kaufentscheidung.

Was ist ein 3D-Drucker?

Mittlerweile gibt es eine Reihe verschiedener Verfahren, die als additive Fertigung bezeichnet werden. Das Grundprinzip bleibt jedoch dasselbe: Der 3D-Drucker kann eine Vielzahl von plastischen Objekten erstellen, die der Nutzer in einer Software modelliert hat. Als Materialien dienen in der Regel verschiedene Kunststoffe und Polymere - die Möglichkeiten hängen von der Größe und dem Modell des verwendeten Druckers ab.

Die Ausdrucke entstehen durch das Hinzufügen mehrerer Lagen des verwendeten Rohmaterials. So entsteht Schicht für Schicht ein dreidimensionaler Gegenstand. Beim Fused-Filament-Fabrication-Verfahren (siehe weiter unten) wird das Druckmaterial beispielsweise mittels einer Düse, dem Extruder, aufgebracht. Das Rohmaterial wird als aufgerolltes Filament geliefert, welches durch Wärmeeinwirkung weich und formbar und nach dem Abkühlen wieder fest wird. Im Verlauf dieses Artikels werden wir noch häufiger auf dieses weitverbreitete Verfahren eingehen. Moderne Geräte sind mittlerweile in der Lage, mit Metall oder gar Beton zu drucken. Auf diese Weise entstehen Prototypen, Modelle, Ersatzteile oder auch ganze Häuser!

Die Druckvorlagen werden per 3D-Drucksoftware vordefiniert und als CAD- (Computer-Aided Design) oder AMI- (Amazon Machine Image) Dateien gespeichert, welche die Abmessungen des zu bauenden Objekts enthalten. Viele Designer stellen ihre Kreationen zum Download und zur Wiederverwendung zur Verfügung oder bieten hilfreiche Anleitungen an, so auch in unserem DesignSpark.

Vor dem Drucken muss die CAD- oder AMI-Datei, die das 3D-Objekt beschreibt, in die Programmiersprache G-Code umgewandelt werden, die vom Gerät direkt lesbar ist. Die Konvertierung wird von einer Software durchgeführt, die als "Slicer" bezeichnet wird.

So gelingt der perfekte 3D-Druck

1. Die Bauplatte überprüfen

Dies der Bereich, in dem der Gegenstand gefertigt wird. Die Platte muss mit dem darunterliegenden Bett fest verbunden sein.

2. Das Filament auswählen

Das Rohmaterial, mit dem die meisten Drucker arbeiten. Zur Auswahl stehen verschiedene Materialien in unterschiedlichen Stärken. Oftmals handelt es sich dabei um Thermoplaste, also Kunststoffe, die beim Erwärmen verformbar und beim Abkühlen wieder fest werden. Zu den häufigsten gehören Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) und Polymilchsäure (PLA). Verschiedene Filamente erfordern spezifische Wärmeeinstellungen. Für optimale Ergebnisse sollten Sie sich mit diesen vertraut machen.

3. Den Extruder erhitzen

Nachdem der Extruder Betriebstemperatur erreicht hat, kann der Entriegelungshebel betätigt werden, um eine Länge des Filaments einzusetzen. Dabei ragt ein wenig geschmolzenes Filament aus dem Extruder. Keine Sorge – das ist völlig normal!

4. Das Bett justieren

Stellen Sie sicher, dass das Bett, das die Bauplatte trägt, eben und in die Höhe korrekt eingestellt ist. Ein ungleichmäßiges oder falsch aufgestelltes Bett kann zu ungenauen oder ungleichmäßigen Drucken führen. Einige 3D-Drucker erfordern eine manuelle Nivellierung, andere verfügen über einen automatischen Mechanismus dafür.

5. Die Software einstellen

Messen Sie die Höhe und das Niveau und geben Sie diese in die Druckersoftware ein, um den genauen Abstand zwischen der Düse und der Bauplatte zu definieren. Laden Sie dann die G-Code-Datei und starten Sie den Druck!

Was kann ein 3D-Drucker ausdrucken?

Zu den gebräuchlichen Anwendungen gehören:

  • Die schnelle Produktion von Ersatzteilen oder kundenspezifischen Komponenten, deren Massenherstellung zu unwirtschaftlich wäre
  • Ertellung solider Modelle für den Einsatz in Architektur, Design, kommerziellen Präsentationen
  • Maßgeschneiderte medizinische Geräte - zum Beispiel Prothesenteile oder personalisierte Werkzeuge und Geräte

So verändert 3D-Printing Menschenleben

Ben Ryan, Geschäftsführer von Ambionics, zeigt die Möglichkeiten des 3D-Drucks.

Werfen Sie einen Blick und erfahren Sie, wie die technologischen Entwicklungen es ihm ermöglicht haben, eine Prothese für seinen Sohn zu bauen. Für die Zukunft plant Ryan, solche Innovationen mehr Menschen zur Verfügung zu stellen.

Empfehlenswerte Profi-3D-Drucker

Hier ein Vergleich unserer besten Drucker für die professionelle additive Fertigung im Business-Bereich:

Der Robuste: RS PRO iTX PC

Der RS PRO iTX PC 3D-Drucker gehört zur neuesten Generation effizienter Drucker, die durch hohe Präzision und Geschwindigkeit bestechen. Ein großer Vorteil dieses Modells ist sein einzigartiges, vollintegriertes und nachhaltiges iTX-Computer-System. Entworfen und hergestellt in England.

3D-Drucker von RS PRO
    Hauptmerkmale:
  • Langlebige, pulverbeschichtete Stahlkonstruktion
  • Helles Display
  • Leicht austauschbares Riemensystem
  • Erweiterbar, z.B. via Webcam, Fernbedienung
  • Mit fast allen Softwares kompatibel
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Der Große: MakerBot Replicator Z18

Wenn es am besten groß sein soll, ist dieser großformatige Desktop-3D-Drucker genau das Richtige. Er wurde für ein höchstes Maß an Bedienkomfort entworfen und ist in der Lage, auch größere CAD-Modelle schnell auszudrucken. In Kombination mit PLA-Filamenten ist der Makerbot in der Lage, besonders stabile und langlebige Ergebnisse zu liefern. Die einzigartige Fertigungstechnologie erlaubt das gleichzeitige Ausdrucken mehrerer Vorlagen.

3D-Drucker von MakerBot
    Hauptmerkmale:
  • Unterstützt MakerBot 3D Printing Experience
  • Integrierte Kamera und Diagnose
  • Geführte Nivellierung der Aufbauplatte
  • 3,5-Zoll-Touchscreen für einfache Bedienung
  • Wi-Fi-Verbindung, USB- und Netzwerkkabelanschlüsse
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Der Innovative: Ultimaker 3

Der Ultimaker 3 verfügt über ein patentiertes Dual-Düsen-System mit Düsehebe-Automatik. Die professionelle Kombination aus Bau- und Stützmaterialien sowie austauschbaren Druckkernen überzeugt selbst die skeptischsten Kritiker. Die nahtlose Integration von Hardware, Software and Materialien eröffnet Entwicklern und Ingenieuren neue Möglichkeiten, eigene Ideen sofort umzusetzen.

3D-Drucker Ultimaker 3
    Hauptmerkmale:
  • Duale Extrusion ermöglicht zweifarbiges Drucken
  • Verbesserte Kühlung
  • Austauschbare Kühlung
  • Integrierte Kamera
  • Drucktemperaturen von bis zu 280 Grad Celcius
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Der Produktive: BCN3D Sigmax R19

BCN3D SigmaX liegt im mittleren Preissegment für Profi-Drucker. Somit bietet er ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Seine Vorteile sind der unabhängige Doppelextruder und das hohe Druckvolumen. Dies macht ihn ideal für Unternehmen, die ihre Produktionskapazitäten bei gleichbleibender Qualität erhöhen wollen.

3D-Drucker von BCN3D Sigmax R19
    Hauptmerkmale
  • Mirror Mode ermöglicht das Drucken zweier Objekte
  • Massives Druckvolumen
  • Geeignet für eine Vielzahl von Rohmaterialien
  • Unabhängiges Doppelextruder-System
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Empfehlenswerte 3D-Drucker für zuhause

Hervorragende Druckergebnisse im Heimbetrieb benötigen heutzutage keine teuren Drucker mehr. Wir nennen Ihnen einige der besten Drucker in unserem Sortiment, die viel Leistung für kleines Geld bieten:

Der Öko: RS PRO IdeaWerk Plus

Der IdeaWerk gehört zu den von RS entwickelten Druckern. Dabei druckt er mit biologisch abbaubarem Filament nicht nur ökologisch, sondern ist auch ökonomisch: Trotz der hohen Performance kostet er für erstaunlich wenig. Eine 3D-Druck-Lösung für alle.

3D-Drucker RS PRO IdeaWerk Plus
    Hauptmerkmale:
  • Geringes Gewicht, leicht zu transportieren
  • Geräuscharm
  • Präzise und detailreich im Druck
  • Großes Druckbett
  • Nutzt umweltfreundliches PLA-Filament
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Der Schnelle: Makerbot Replicator Mini

Der Replicator Mini+ druckt bis zu zehn Prozent schneller als sein Vorgänger – und das bei satten 28 Prozent mehr Druckvolumen! Zur Verringerung von Verzug und Kräuselungen verfügt dieses Modell über Die neue Grip Surface, auf der die Drucke besser haften. Stativ und z-Stufe wurden ebenfalls neu entwickelt. Somit liefert der Drucker trotz seiner Geschwindigkeit Ergebnisse in hoher Qualität.

Replicator Mini+ Compact 3D-Drucker von MakerBot
    Hauptmerkmale:
  • Ca. 60 Prozent leiser als sein Vorgänger
  • Verbindungsmöglichkeiten: WLAN, USB und Ethernet
  • Integrierte Kamera
  • Gut lesbares LCD-Display
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Der Kostensparende: Zortrax M200 3D Prin

Zuverlässig, effizient, präzise – der Zortrax M200 kann es mit fast allen Konkurrenten dieser Preisklasse locker aufnehmen! Für ein akkurateres und reproduzierbares Druckergebnis kommt das Zortrax Ecosystem zum Einsatz. Für Unternehmen, die im Wettbewerb eine Nase vorn haben wollen, liefert der M200 Top-Ergebnisse dank geringerer Kosten für Prototypen bei gleichzeitig Flexiblität. So können Sie einfach, schnell und vor allem kostengünstig Produkte individualisieren.

Zortrax M200 3D-Drucker
    Hauptmerkmale:
  • Maßhaltigkeit und präzise Wiederholbarkeit
  • Wartungsarm, auch bei intensiver Nutzung
  • Kompatibel mit fast allen 3D-Modellierungsprogramm
  • Unterstützt .stl-, .obj-, .3mf-, und .dxf-Dateifor
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Der Alleskönner: BQ Hephestos 2

Der Hephestos 2 ist ein besonders flexibler Drucker, der eine Vielzahl von Filamentmaterialien unterstützt, darunter auch Bronze, Holz und Kupfer. Ein induktiver Sensor misst den Abstand zum Bett mit größtmöglicher Präzision, was für saubere Druckergebnisse sorgt.

3D-Drucker BQ Hephestos 2
    Hauptmerkmale:
  • Eigens entwickelter Extruder mit Doppelantriebszah
  • Selbstnivellierung induktiven Sensor
  • BQ-Heizbett-Kit für Hephestos 2
  • Montage in weniger als zwei Stunden
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Welche Arten von 3D-Druckern gibt es?

Es gibt zehn Grundtypen von 3D-Druckermodellen:

  • Stereolithographie (SLA)
  • Digitale Lichtverarbeitung (Digital Light Processing, kurz: DLP)
  • Fused Filament Fabrication (FFF) (auch bekannt als Fused Deposition Modeling – FDM)
  • Selektives Lasersintern (SLS)
  • Selektives Laserschmelzen (SLM)
  • Elektronisches Strahlschmelzen (Electron Beam Melting – EBM)
  • Herstellung von laminierten Objekten (Laminated Object Manufacturing – LOM)
  • Binder Jetting (BJ)
  • Material Jetting (MJ)

SLA, FFF und SLS sind die am häufigsten verwendeten.

SLA ist die älteste 3D-Drucktechnik. Bei ihr wird lichtempfindliches flüssiges Harz einem Laserstrahl aussetzt. Das Objekt wird Schicht für Schicht aufgebaut und das Harz härtet aus.

Beim FFF wird das erwärmte Filament vom Extruder Schicht für Schicht aufgetragen, das Objekt dabei von unten nach oben ausgedruckt. Der Kostenvorteil dieser Technik macht sie attraktiv für Unternehmen, Ingenieurbüros und Designstudios, aber auch für den Heimbereich. FFF basiert auf FDM, dessen Patent 2009 ablief.

Bei SLS werden feine Materialperlen - typischerweise Kunststoffe oder Keramiken - verfestigt, verklebt und daraus ein 3D-Objekt gebildet. Ein Laser ätzt ein Muster auf das pulverförmige Rohmaterial. Dieses senkt sich dann ab und die nächste Schicht wird über der vorherigen aufgetragen.

Die Kosten für einen 3D-Drucker

Obwohl Geräte für additive Fertigung selbst für Privathaushalte recht erschwinglich geworden sind, klaffen die Preise doch recht weit auseinander. Abhängig vom Gebrauchszweck variieren Anschaffungspreis und Betriebskosten sehr stark. Daher sollten Sie beim Kauf eines 3D-Druckers auf folgende Merkmale achten:

Kaufpreis

Soll es ein einfacher Drucker für Einsteiger und Hobbyisten sein oder doch ein hochwertiges, für gewerbliche Zwecke ausgelegtes Profimodell? Ob ein bestimmter Drucker in Ihr Budget passt, hängt nicht nur vom Kaufpreis für das Gerät selber ab, sondern auch von den Folgekosten für Ersatzteile. Der Preis für Extruder oder Komponenten-Upgrades können den Gesamtpreis schnell in die Höhe treiben.

  • Tipp: Berücksichtigen Sie bei Ihrer Kaufentscheidung auch die Wartungskosten.

Filamentkosten

Bei regelmäßiger Verwendung kann durchaus ein Fillamentverbrauch von einem Kilo pro Monat anfallen. Vergleichen Sie daher nicht nur Preise für 3D-Drucker, sondern auch die der Verbrauchsmaterialien.

  • Tipp: Rechnen Sie das Gewicht hoch, um die laufenden Kosten zu kalkulieren.

Stromverbrauch

Typischerweise verbrauchen 3D-Drucker etwa die gleiche Menge an Strom wie ein Haushaltskühlschrank - etwa 50 Euro pro Jahr. Für Privathaushalte kann dies ein signifikanter Kostenfaktor sein.

  • Tipp: Der Standby-Modus, in den viele Geräte nach einer gewissen Zeit schalten, wenn sie nicht benutzt werden, verbraucht ebenfalls Strom.

Fazit

Eine vernünftige Schätzung ist schwierig. Berücksichtigt man jedoch alle Folgekosten für Material, Wartung und Stromverbrauch, können für einen Drucker der mittleren Preisklasse ungefähr 350-500 Euro im Jahr anfallen.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange gibt es die 3D-Drucktechnologie schon?

Die Technologie wurde erstmals Mitte der 70er Jahre entwickelt, ehe sie sich in den darauffolgenden Jahrzehnten zu einem kommerziellen Produkt entwickelte. In den 90er Jahren folgten weitere Innovationen.

Verwenden 3D-Drucker nur Kunststoff?

Zwar ist Kunststoff das am weitesten verbreitete Fertigungsmaterial, jedoch längst nicht mehr das einzige. Neben Harzen und Keramik sind einige Drucker mittlerweile sogar in der Lage, Objekte aus Metall zu drucken.

Brauchen 3D-Drucker eine Belüftung?

Ähnlich wie Laserdrucker emittieren Standard-3D-Drucker mit PLA-Filament Feinstaubpartikel aus flüchtigen chemischen Verbindungen. Diese Emissionen enthalten unter anderem Styrol, einen Bestandteil von Kunststoff. Welche negativen Auswirkungen ein langfristiges Einatmen dieser Partikel auf die Gesundheit hat, ist bisweilen noch unzureichend erforscht. Um eventuell gesundheitsschädliche Risiken zu vermeiden, wird eine ausreichende Lüftung empfohlen.

Was kommt als nächstes?

RS Components gehört zu den führenden Lieferanten von 3D-Druck-Technologie. Klicken sie auf einen der untenstehenden Links, um zur Gesamtübersicht unserer Drucker und unseres Zubehörs zu gelangen.
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