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    Better World-Produkt Glossar

    Better World-Produkt Glossar

    Glossar für Nachhaltigkeit und Umweltschutz

    Abfallhierarchie

    In der Abfallhierarchie werden die Optionen für das Ende des Lebenszyklus eines Produkts nach dem Grad ihrer Auswirkungen auf die Umwelt aufgeführt und eingestuft. Ziel ist es, Abfall zu reduzieren oder ganz zu vermeiden.

    Entwickler und Konstrukteure mit Nachhaltigkeitsbewusstsein müssen die Abfallhierarchie bei der Produktplanung berücksichtigen.

    Altmaterial

    Altmaterial bezeichnet Material oder Materialien, die wie beabsichtigt vom Verbraucher verwendet wurden und danach recycelt werden. Oft ist Altkunststoff gemeint und auch solcher, der aus Abfallquellen stammt, z. B. Treibgut im Ozean oder angespülter Müll.

    Biologisch abbaubar

    Biologisch abbaubare Materialien werden beispielsweise von Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilzen mit der Zeit zersetzt. Dies kann wenige Monate, aber auch viele Jahre dauern. Nicht zu verwechseln mit kompostierbar.

    C2C oder Cradle-to-Cradle

    C2C, kurz für „Cradle to Cradle“ (Kreislauf), ist ein von der Natur inspiriertes Konstruktionsprinzip, das der Wegwerfmentalität entgegensteht. Anstatt den Produktlebenszyklus von der Wiege („cradle“) bis zur Bahre, also zur Entsorgung) zu denken, geht es bei C2C darum, Produkte zu fertigen und Materialien zu nutzen, die am Ende der Benutzung wiederverwertet und -verwendet werden können.

    Weitere Infos zum Konzept der Kreislaufwirtschaft.

    CDP oder Carbon Disclosure Project

    Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine internationale Non-Profit-Organisation. Es ermöglicht Unternehmen und auch Kommunen, ihre Umweltdaten zu veröffentlichen und Strategien zur Verringerung ihrerCO2-Emissionen zu entwickeln.

    CEMARS

    CEMARS steht für „Certified Emissions Measurement and Reduction Scheme“ (Zertifiziertes Programm für Emissionsmessung und -reduktion). Es handelt sich um ein international zugelassenes Zertifizierungsprogramm zur Reduktion von Treibhausgasen und bietet Unternehmen und Veranstaltungen Unterstützung, um ihre Emissionen zu messen und zu reduzieren.

    CO2

    CO2 ist die chemische Formel für Kohlenstoffdioxid, ein Gas in der Erdatmosphäre. Obwohl Kohlendioxid in der Natur vorkommt, ist es mittlerweile problematisch geworden, weil es das größte der Treibhausgase ist, das die gesamten Treibhausgasemissionen beeinflusst.

    CO2e

    CO2e steht für „Kohlenstoffdioxid-Äquivalent“ und dient dazu, den ökologischen Fußabdruck sichtbar zu machen. Es handelt sich um eine einzige Messgröße für alle erzeugten Treibhausgas-Emissionen, nicht nur Kohlenstoffdioxid.

    CO2-Fußabdruck

    Unter dem CO2-Fußabdruck versteht man die Menge an Treibhausgasen, die eine Einzelperson, ein Unternehmen, eine Organisation oder eine Gebietskörperschaft wie ein Land oder eine Region innerhalb eines bestimmten Zeitraums in der Atmosphäre freisetzt.

    Kohlenstoffdioxid ist das bekannteste dieser Treibhausgase, deshalb wird es damit oft gleichgesetzt, obwohl alle Treibhausgase in unterschiedlichem Ausmaß zum Klimawandel beitragen (siehe Treibhauspotenzial, GWP).

    Dekarbonisierung

    Als Dekarbonisierung wird der Vorgang des Reduzierens und schließlich kompletten Vermeidens vonnicht natürlich stattfindenden Kohlenstoffdioxid-Emissionen bezeichnet.

    Emissionen in der Wertschöpfungskette

    Indirekte Treibhausgas-Emissionen in der Wertschöpfungskette eines Produkts oder einer Organisation, z. B. vor- und nachgelagerte Emissionen.

    Siehe auch Scope-3-Emissionen.

    Energieausweis

    Ein Energieausweis belegt die Energieeffizienz eines Gebäudes auf einer Bewertungsskala von A bis G und ist somit ein Indikator für die mögliche Höhe der Heizkosten. Energieausweise beinhalten auch Informationen dazu, wie sich Gebäude energieeffizienter gestalten lassen.

    Erderwärmung

    Unter Erderwärmung versteht man den Anstieg der Durchschnittstemperaturen weltweit. Ursache hierfür sind steigende THG-Emissionen aus menschlichen Aktivitäten. Die Erderwärmung ist ein Motor des Klimawandels.

    ESG

    Das Kürzel ESG steht für „Environmental, Social and Governance“, auf Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.

    Für die Leistung eines Unternehmens gibt es in jedem Bereich diverse Kennzahlen, z. B. Treibhausgas-Emissionen. Investoren nutzen ESG-Kennzahlen häufig, um über die Sinnhaftigkeit einer bevorstehenden Investition zu entscheiden.

    Geschlossener Recyclingkreislauf

    Ein geschlossener Recyclingkreislauf ist ein Prozess, in dem alle Materialbestandteile eines Produkts am Ende seines Lebenszyklus wiederverwendet werden.

    GHGP

    GHGP steht für „Greenhouse Gas Protocol“. Dieses Protokoll umfasst Standards, die Unternehmen und Kommunen als Leitlinien zum Messen und Veröffentlichen ihrer Treibhausgas-Emissionen nutzen können.

    Greenwashing

    Als „Greenwashing“ werden Aussagen bezeichnet, die Produkte, Dienstleistungen, Organisationen oder Aktivitäten als umweltschonender darstellen, als sie tatsächlich sind. Ein Beispiel für dieses "Reinwaschen" sind unbegründete Behauptungen auf Basis von Belegen, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden.

    GWP (Global Warming Potential) oder Treibhauspotenzial

    Treibhausgase absorbieren Wärme unterschiedlich gut, deshalb hat jedes einzelne einen anderen Einfluss auf die Erderwärmung.

    Das Treibhauspotenzial (engl. Global Warming Potential oder kurz GWP) ist eine Messgröße zum Vergleich dieser Auswirkungen. Gemessen wird die Energie-Absorptionsfähigkeit einer Tonne Emissionen des jeweiligen Gases über einen bestimmten Zeitraum in Relation zur Absorptionsfähigkeit einer Tonne Kohlenstoffdioxid in demselben Zeitraum. Das Treibhauspotenzial von Kohlendioxid ist demnach immer 1. Je höher das GWP eines anderen Gases, desto stärker treibt es die Erderwärmung voran.

    Siehe auch: CO2.

    Klimawandel

    Als Klimawandel wird die langfristige Veränderung des globalen Klimas verstanden, das sich in Extremwetterlagen und steigenden Durchschnittstemperaturen ausdrückt.

    Natürlich hat sich im Laufe der Existenz unseres Planeten das Klima immer wieder verändert, doch mittlerweile ist es fast überall Konsens, dass der Mensch seit Beginn der industriellen Revolution und durch die deshalb ständig steigende Menge an Treibhausgasendie Erderwärmung stark beschleunigt. Anders als in früheren Perioden des Klimawandels hat die Natur weniger Zeit, sich anzupassen, und der rasante Wandel kann dazu führen, dass der Planet für den Menschen teilweise unbewohnbar wird.

    Kompaktleuchtstofflampe

    Kompaktleuchtstofflampen sind deutlich energieeffizienter als Glühlampen und sollen diese deshalb ersetzen. Ihre Lebensdauer beträgt ca. 10 Jahre.

    Kompostierbar

    Mit dem Wort „kompostierbar“ wird Material beschrieben, das unter den richtigen Bedingungen mit der Zeit in nicht umweltschädliche Bestandteile zerfällt. Nicht gleichzusetzen mit biologisch abbaubar.

    Lebenszyklusanalyse

    Eine auch Ökobilanz oder Umweltbilanz genannte Lebenszyklusanalyse gibt an, welche Auswirkungen auf die Umwelt ein Produkt in jeder Phase seines Lebenszyklus hat – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis zur Auslieferung, Verwendung und Entsorgung.

    LED

    Eine Licht emittierende Diode, kurz LED, ist ein Halbleiter-Element, das Licht aussendet, wenn es von elektrischem Strom durchflossen wird. Verglichen mit Glühlampen sind LEDs äußerst energieeffizient und langlebig.

    LEED

    LEED steht für „Leadership in Energy and Environmental Design“ (etwa: führend in energieeffizienter und umweltgerechter Planung). Das Bewertungs- und Zertifizierungssystem gibt Auskunft über die Energieeffizienz von Gebäuden.

    Nachgelagerte Emissionen

    Nachgelagerte Emissionen sind Treibhausgas-Emissionen, die im Lebenszyklus eines Produkts nach seinem Kauf freigesetzt werden. Dazu zählen die Lieferung und Lagerung, aber auch die Verwendung und Entsorgung. Nachgelagerte Emissionen können vorgelagerte Emissionen mengenmäßig übertreffen.

    Siehe auch Scope-3-Emissionen und Emissionen in der Wertschöpfungskette.

    Nachhaltigkeit

    Als nachhaltig wird ein Prozess bezeichnet, wenn er sich über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten lässt.

    Der Begriff der Nachhaltigkeit wird oft im Zusammenhang mit Wirtschafts- oder Umweltaspekten verwendet. Damit Prozesse oder Systeme umweltgerecht nachhaltig sind, müssen sie langfristig unschädlich oder umweltschonend sein. In den meisten Fällen wäre es sinnvoller, Prozesse oder Produkte als nachhaltiger anstelle von nachhaltig zu bezeichnen – in dem Sinne, dass sie nachhaltiger sind als ihre Alternativen.

    Netto-Null

    Netto-Null-Emissionen freizusetzen, ist ein Zustand, den die meisten Organisationen anstreben, aber noch nicht erreicht haben. Netto-Null-Emissionen bedeutet, dass in der Summe keine zusätzlichen Treibhausgase in die Erdatmosphäre gelangen und somit kein Beitrag zurErderwärmung bzw. zum Klimawandel geleistet wird.

    SBT oder Science-Based Target

    „Science-Based Target“ bedeutet, dass ein Ziel wissenschaftlich fundiert ist. Es kann sich zum Beispiel um ein SBT für die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen handeln, das im Umfang und in der Schnelligkeit angemessen ist, um die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten.

    Scope-1-Emissionen

    Scope-1-Emissionen sind Treibhausgas-Emissionen, die ein Unternehmen oder eine Organisation direkt aus eigenen oder von ihr verantworteten Quellen freisetzt, z. B. durch Dienstfahrzeuge.

    Siehe auch: Scope-2-Emissionen, Scope-3-Emissionen, nachgelagerte Emissionen, vorgelagerte Emissionen und Emissionen in der Wertschöpfungskette.

    Scope 2-Emissionen

    Scope-2-Emissionen sind Treibhausgas-Emissionen, die ein Unternehmen oder eine Organisation indirekt freisetzt, z. B. durch den Kauf fossiler Energieträger zum Heizen oder Kühlen von Gebäuden. Die indirekte Freisetzung erfolgt häufig abseits des eigenen Geländes.

    Siehe auch: Scope 1-Emissionen, Scope 3-Emissionen, nachgelagerte Emissionen, vorgelagerte Emissionen und Emissionen in der Wertschöpfungskette.

    Scope 3-Emissionen

    Scope-3-Emissionen sind indirekte Emissionen in der (vor- und nachgelagerten) Wertschöpfungskette eines Unternehmens oder einer Organisation.

    Beispiele sind Treibhausgas-Emissionen, die ein Lieferant bei der Rohstoffgewinnung freisetzt oder die bei der Auslieferung der Fertigwaren durch Dritte entstehen.

    Siehe auch: Scope 1-Emissionen, Scope 2-Emissionen, nachgelagerte Emissionen, vorgelagerte Emissionen und Emissionen in der Wertschöpfungskette.

    SDGs oder Ziele für nachhaltige Entwicklung

    Sustainable Development Goals (SDGs) oder kurz Nachhaltigkeitsziele sind 17 globale Prioritäten, die die Vereinten Nationen in ihrer Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung festgehalten haben und die 2015 von allen Mitgliedsstaaten übernommen wurden. Einige dieser Verpflichtungen betreffen speziell die Aspekte Umwelt und Soziales, unter anderem in Form von Maßnahmen gegen den Klimawandel. Manche Organisationen nutzen die Nachhaltigkeitsziele als Vorlagen für ihre ESG-Aktivitäten.

    TCFD oder Task Force for Climate-Related Financial Disclosures

    Die Task Force for Climate-Related Financial Disclosures (kurz TCFD) gibt Empfehlungen, wie Unternehmen ihre Stakeholder (Anteilseigner, Investoren usw.) über ihre klimabezogenen Risiken informieren können.

    THG oder Treibhausgase

    THG steht für „Treibhausgase“. Dies sind Gase wie Kohlendioxid, Methan und Lachgas, die Sonnenwärme absorbieren und wieder abgeben. Der Effekt in der Erdatmosphäre ist ähnlich der in einem Gewächshaus, daher die Bezeichnung.

    Treibhausgase entstehen bei zahlreichen Aktivitäten, doch menschliche Aktivitäten und besonders die im Zusammenhang mit der Industrialisierung (z. B. die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen) haben die Menge der Treibhausgas-Emissionen extrem gesteigert. Dadurch heizt sich die Erdatmosphäre schneller auf denn je. Dieses Phänomen heißt Erderwärmung und befeuert den Klimawandel.

    Triple Bottom Line

    Bisher war es üblich, nur das finanzielle Ergebnis eines Unternehmens als Gewinn oder Verlust zu werten. Mit der TBL, der Triple Bottom Line, werden nun neben den ökonomischen Kosten auch die ökologischen und sozialen in die Abschlussrechnung einbezogen. Deshalb spricht man oft von den drei Ps: Profit, Planet, People.

    Vorgelagerte Emissionen

    Als vorgelagerte Emissionen bezeichnet man alle Treibhausgas-Emissionen, die ein Material oder Produkt bis zum Zeitpunkt des Verkaufs freisetzt, z. B. bei der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, in der Produktion und bei der Auslieferung.

    Siehe auch nachgelagerte Emissionen, Scope-1-Emissionen, Scope-2-Emissionen und Emissionen in der Wertschöpfungskette.

    Wesentlichkeit

    Die Frage, welche Aspekte der Geschäftstätigkeit wesentlich auf Aspekte der Umwelt, des Sozialen oder der Unternehmensführung einwirken und welchen wesentlichen Einfluss wiederum diese Aspekte auf die Geschäftstätigkeit haben können. Die Antwort hilft beim Ausrichten der ESG-Strategie.

    Zero Waste

    Das Konzept der totalen Abfallvermeidung, „Zero Waste“, beginnt eigentlich schon beim Reduzieren von Abfall – in der Praxis geht es eher darum, wenig Müll zu erzeugen anstatt gar keinen. Umsetzen lässt sich dies zum Beispiel, indem unnötiger Konsum vermieden und alles andere wiederverwendet, recycelt und kompostiert wird. Deponiemüll gilt es wenn möglich zu vermeiden.